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2009 · 2005-2014

OpenTable: verfügbare Tische als Reservierungsmarkt

Ausgangslage und Datierung

OpenTables SEC-Prospekt vom 1. Mai 2009 beschreibt ein Netzwerk aus elektronischen Reservierungsbüchern und einer Website für Echtzeitbuchungen. Das Unternehmen nennt 1998 als Beginn seiner Geschichte. [1] Für dieses Dossier ist der 1. Mai 2009 der datierte Nachweis des Geschäftsmodells, kein behaupteter erster Betriebstag. Die aktuelle Unternehmensseite bestätigt die Gründung 1998; eine Beschreibung vom 19. April 2023 erläutert spätere Erweiterungen. [2, 3]

Eine Reservierung verändert das nächste Angebot

Im 2009 beschriebenen System verbindet das elektronische Reservierungsbuch Tischverwaltung und Reservierungen mit dem Onlineangebot. Gäste können Tische finden, auswählen und in Echtzeit buchen. [1] Die Interaktivierung liegt im Abgleich eines konkreten Bedarfs mit begrenzter Kapazität: Eine bestätigte Reservierung bindet verfügbare Plätze für eine Zeit und verändert, was anschließend angeboten werden kann. Der ursprüngliche Telefonkontakt wird damit in einen vernetzten Allokationsablauf überführt.

Nahe Verwandtschaft: Doctolib und Airbnb

Wie Doctolib Patient organisiert OpenTable zeitgebundene Kapazität; wie Airbnb verbindet es Angebotsseite und buchende Nachfrage. Unterschiedlich sind Dauer, Ressource und institutioneller Kontext. Ein Restauranttisch, ein medizinischer Termin und eine Unterkunft können dieselbe Matchingstruktur haben, ohne dass ihre Vertrags- oder Versorgungsbedingungen austauschbar wären. Dieser Vergleich ist eine redaktionelle Einordnung der dokumentierten Mechanismen.

Gegenachse: Bündeln oder Belegen

Bei MOIA kann ein neuer Fahrtwunsch die Bündelung einer Fahrt und deren Ablauf beeinflussen. OpenTables hier betrachtetes Profil ordnet hingegen einen gewünschten Termin einem verfügbaren Angebot zu. Die Ähnlichkeit liegt im bedarfsabhängigen Matching; der Unterschied liegt darin, ob zusätzliche Nachfrage den gemeinsamen Dienstablauf neu zusammensetzt oder bestehende Kapazität belegt. Nicht jede Reservierung verlangt eine dynamische Neuplanung des gesamten Restaurants.

Grenzen und Wertschöpfung

Der Prospekt nennt für 2009 Installationsgebühren, Abonnements und Gebühren pro online vermitteltem Gast; diese damaligen Konditionen sind keine aktuelle Preisliste. [1] Die Beschreibung von 2023 erweitert den Blick auf Gastbeziehungen und buchbare Erlebnisse. [2] Betreiber bestimmen weiterhin Kapazität und Regeln. Eine Reservierung belegt keinen tatsächlichen Besuch, keine bessere Auslastung und keinen wirtschaftlichen Erfolg. Als kommerzieller Plattformfall ist OpenTable durch den rückgekoppelten Kapazitätsabgleich relevant, nicht allein durch die Digitalisierung eines Reservierungsbuchs.

Einordnung im Atlas

  • Status: Etabliert
  • Ereignis: 2009-05-01; Bezug und Genauigkeit sind oben erläutert.
  • Publikation und Quellenprüfung: 4. Oktober 2026
  • Vergleichsauswahl: Ähnlich im Cluster Bedarfsabhängiges Matching; die Vergleichsachsen sind redaktionelle Einordnungen.
  • Rückkanal: Gruppengröße + gewünschte Zeit + verfügbare Tische → buchbare Auswahl + Reservierung

Verwandte Fälle

Quellen

  1. OpenTable, Form S-1/A; Primär-Geschäftsdokument bei der SEC, eingereicht 1. Mai 2009Direkte Quelle ↗
  2. OpenTable, How OpenTable works for restaurants; Primärbeschreibung, publiziert 19. April 2023Direkte Quelle ↗
  3. OpenTable, Newsroom; undatierter Unternehmensüberblick, Gründung 1998, geprüft 4. Oktober 2026Direkte Quelle ↗